Ausstellung "Farben der Trauer"

eine Ausstellung des Malteser-Hilfsdiensts auf dem Friedhof I, Plauen

WANN? Die Ausstellung wird Anfang Oktober 2023 auf dem Friedhof bis Anfang Januar 2024 aufgebaut sein. Am 11. Oktober, 14 Uhr, wird die Ausstellung offiziell eröffnet im Rahmen einer Feierstunde zu 25 Jahren Malteser-Hilfsdienst in Plauen.

Die feierliche Ausstellungseröffnung wird am Mittwoch, dem 11. Oktober, 14 Uhr, in der Kapelle des Friedhof I stattfinden. Der Malteser Hilfsdienst schaut auf seine Entwicklung in Plauen zurück und stellt sich und seine Angebote vor. Musikalisch begleitet wird die Veranstaltung von Alexander und Johannes Schwarz.

WO? Die Tafeln der Ausstellung werden verteilt auf dem Friedhof I montiert. Die Standorte der Tafeln finden markiert auf den Lageplänen in den Aushängen sowie den Handzetteln zur Ausstellung und weiter unten auf dieser Seite.

Zur Ausstellung

Traurig zu sein, der Verlust, die Sehnsucht- all das verbindet uns im täglichen Leben, wenn wir einen Menschen verloren haben.
Diese Trauer kann bei jedem Menschen anders sein.
Es gibt keine richtige oder falsche Trauer.
Jede Trauer braucht Ihre Zeit.
Alle Trauernden brauchen ihre Zeit.

Wir möchten Sie mit den Tafeln, die hier auf dem Friedhof an unterschiedlichen Stellen aufgebaut sind, einladen, über die verschiedenen Aspekte der Trauer, nachzudenken, ihnen nachzuspüren. Sie können die verschiedenen Fragen beantworten und dabei erfahren, wie unterschiedlich Trauer sein kann, aber auch wie umfassend. Welcher Bereich des Lebens wird bei einem Abschied nicht berührt?...
Der Ambulante Malteser Hospizdienst Plauen in Zusammenarbeit mit dem Friedhof I möchte Sie mit der Trauer als alltäglichen Begleiter in einem Leben dem Verlust eines nahen Menschen vertraut machen. Lassen Sie sich einladen zu einem Spaziergang über den Friedhof, bei dem Sie die Tafeln mit den Farben der Trauer entdecken können.

Und wenn Sie möchten, können Sie mit uns ins Gespräch kommen. Sind Sie selbst betroffen? Kennen Sie jemanden, der trauert und wünschen Sie sich einen Rat?:

Während der Zeit der Ausstellung wird jeweils Mittwoch von 14 Uhr bis 15 Uhr ein/e Trauerbegleiter/in im „Raum der Begegnung“ im 1. Obergeschoss der Friedhofsverwaltung bereitstehen- um zuzuhören, zu informieren, zu beraten. Die konkreten Termine finden jeweils in den Aushängen des Friedhofs, auf der Homepage der Malteser und des Friedhof I oder hier:

Dieses Angebot wurde eingestellt. Sie können sich aber dennoch gern bei uns melden. Die Kontaktdaten finden Sie weiter unten.

Ansprechpartner zur Ausstellung und Trauerbegleitung:

Fr. Denise Lanitz, Malteser-Hospizdienst Plauen, Telefon: 03741 / 14 68 65, Email: hospizdienst.plauen@malteser.org

Fr. Anne Kummer, Friedhof I Plauen, Telefon: 03741 / 22 35 21, Email: a.kummer@friedhof-plauen.de

 

Sie finden uns auch online unter

https://www.malteser-plauen.de

https://www.friedhof-plauen.de

 

Standorte der Tafeln

 

Die Idee

Die Ausstellung "Farben der Trauer" entstand nach einer Idee im Malteser Hospiz- und Pallativberatungsdienst in Altenburg/Thüringen im Zusammenhang mit dem bundesweiten Corona-Gedenktag  im April 2021.

Kolleginnen und Ehrenamtliche, die dort in Hospizbegleitungen und Trauerarbeit aktiv sind, suchten nach einem Weg, in Pandemiezeiten  eine Gedenkaktion zu gestalten bzw. einen Rahmen dafür zu finden, wo derer gedacht werden konnte, die seit Beginn der Pandemie verstorben waren, aber nicht allein dies: Ein Projekt zum Ausdruck kollektiver Trauer.

So waren die Tafeln in Altenburg für vier Wochen öffentlich rund um den Großen Teich aufgestellt, und gleichzeitig gab es die Einladung einen handbemalten Stein in  eine immer größer werdende Steinkette zu legen. Sehnsucht, Verlust, Traurig sein verbindet so, wie sich die Glieder einer Kette zum Ganzen zusammenfügen – daran haben sich 2021 einzelne Personen ebenso beteiligt wie Kitas und Pflegeeinrichtungen..

Seither wandet die Ausstellung und war an verschiedenen Orten in Thüringen , Sachsen und Südbrandenburg zu sehen und zu erleben, auf Friedhöfen, in Parks, bei Veranstaltungen.

Es ist keine Ausstellung im herkömmlichen Sinn, an der man „vorbeischlendert“ – es ist eine Einladung und möglicherweise Herausforderung,  sich ansprechen zu lassen von den vielen Fragen und Gedankenanstößen. Fragen, die schon bei Durchlesen Mut und Ehrlichkeit einfordern und zum Nachdenken anregen. Fragen, die sicherlich nicht ganz schnell zu beantworten sind  - und  die Erinnerungen hervorrufen.