Grabstätte der Familie Hammer 

Das Grabmal besteht zum größten Teil aus Sandstein, die Säulen, sowie die Schrifttafeln  bestehen aus schwarzem Granit.

In dieser Grabstätte wurden bestattet:

°Herr Heinrich Bernhard Hammer,

geb.01.09.1869 i. Rodau,  

gest.15.03.1888 i. Zwickau

 Für ihn wurde 1888 das Familiengrab mit der Sandsteinrückwand angelegt.

°Herr Wilhelm Friedrich Hammer,

geb. 25.02.1832 in Rodau,

gest. 23.07.1908,   

wohnhaft in Plauen, Klemmstraße 7

°Frau Friederike Louise Hammer geb.Herold,

geb.04.08.1837 i.d. Zadera,

gest. 14.05.1926

°Herr Wilhelm Bernhard Hammer,

geb.03.11.1860 i. Plauen,

gest. 02.02.1935

°Frau Marie Martha Hammer,

geb.? 

gest. 26.10.1946, Klemmstr. 7

°Frau Johanna Luise Hammer,

geb.06.12.1893,

gest. 04.06.1983, Klemmstr. 7

 

Geschichtliches:

Herr Friedrich Wilhelm Hammer kam 1858 nach Plauen und erbaute auf der Brunnenstraße 13-17 (Südvorstadt nähe Südinsel) eine Mälzerei. Dort gliederte er Mitte der 1860er Jahre eine Brauerei an. Diese wurde eine der bedeutendsten Brauereien des Vogtlandes. Sein Sohn, Wilhelm Bernhard Hammer, geb. 03.11.1860 in Rodau, gest. 02.02.1935 in Plauen, lernte in verschiedenen Brauereibetrieben u.a. an der Brauereischule in Worms den Beruf eines Brauers. Unter der Leitung seines  Vaters trat er in das elterliche Unternehmen ein. Nach dem Tod des Vaters führte er den Betrieb viele Jahre weiter. Er war Gründungsmitglied des Sächsisch-Thüringischen Brauereiverbandes .

Die Hammerbrauerei gewann die Goldmedaille 1894 und 1896 beim „Bierwettstreit“ in Berlin.

Hinter der Brauerei befand sich ein großer Felsenkeller (Eis- und Bierlager), welcher im 2. Weltkrieg als Luftschutzraum genutzt wurde. Kurz vor Ende des Krieges wurde das Brauereigebäude durch Luftangriffe völlig zerstört. Nach Kriegsende wurde die Produktion wieder aufgenommen. In den 1960er Jahren wurde der Betrieb verstaatlicht und kurz darauf geschlossen.

Der Hammerpark, das Grundstück an der Oelsnitzer Straße war viele Jahre verwildert. Im Jahre 2014 wurde dieser Park mit Fördermitteln für die Öffentlichkeit zu einer sehr schönen Anlage hergerichtet.  

 

 

 Bild der Grabstätte Hammer auf Friedhof I in Plauen

Das Familiengrab wurde im Jahr 2007 mit Fördermitteln restauriert und somit vor dem weiteren Verfall gerettet.

 

 

Bilder vor und während der Sanierung