Grabstätte Dr. Rudolf Falk (Nr. 24)

Grabmal Dr. Rudolf Falk
(Foto: Untere Denkmalschutzbehörde Stadt Plauen)


Kurzbeschreibung des Grabmals:

Einfaches Grabkreuz aus Stein mit Inschrift

 


Dr. Rudolf Falk (26.05.1897 – 28.01.1953)
(Bildquelle: Stadtarchiv Plauen)


Personengeschichtliche Bedeutung:

Rudolf Falk studierte Geschichte, Germanistik, Philosophie, Linguistik, Kunstgeschichte und Geographie und promovierte 1922.
Ab 1923 arbeitete er als Lehrer an der Oberrealschule in Plauen und wurde 1926 Studienrat.
Seine Freizeit war ausgefüllt mit historischen Forschungen zur Bevölkerungsgeschichte, Genealogie und Wirtschaftsgeschichte des
Vogtlandes.

1937 wird er Stadtarchivar und Direktor des vogtländischen
Kreismuseums. Trotz der durch den Krieg erschwerten Bedingungen
wurde unter seiner Leitung das vogtländische Kreismuseum zu einem
Zentrum vogtländischer Kultur.

Vogtländisches Kreismuseum
(Bildquelle: Stadtarchiv Plauen)

Seit 1931 widmete er sich auch als Heimatforscher und Stadtarchivar der vogtländischen Kultur- und Bevölkerungsgeschichte.
Dr. Rudolf Falk war mit Marianne Meusel, einer Tochter des Oberkirchenrates Meusel, verheiratet.
Nach Einberufung in den Krieg und Rückkehr aus amerikanischer Gefangenschaft wurde er 1946 von der sowjetischen
Besatzungsmacht verhaftet, in verschiedene Internierungslager gebracht und 1950 in Waldheim verurteilt.
1952 schwerkrank entlassen, verstarb er wenige Wochen später in Plauen.
1992 erfolgte seine Rehabilitierung.
Dr. Rudolf Falk wohnte in der Chrieschwitzer Straße 98.
(Textquelle: Brigitte Kunze)

Ahnenforschungsdokument „Die Sippe Meusel“ von Dr. Rudolf Falk
(Bildquelle: Vogtlandbibliothek)

Wohnhaus Chrieschwitzer Straße 98
(Bildquelle: Stadtarchiv Plauen)