Erbbegräbnis der Familie Zetzsche
(Nr. 15)


(Foto: Untere Denkmalschutzbehörde Stadt Plauen)

Kurzbeschreibung des Grabmals:

Architekturgrab, Wandgrab ziert eine überlebensgroße Trauernde (Halbrelief),
beiderseits Pflanzschalen und Inschrifttafeln,
Anlage für Oscar Heinrich Zetzsche 1904

Werk der bildenden Kunst und des Kunsthandwerkes

 

Überlebensgroße Trauernde als Halbrelief
(Foto: Untere Denkmalschutzbehörde Stadt Plauen)


Personengeschichtliche Bedeutung:

Heinrich Oskar Zetzsche (24.04.1841-15.10.1904) kam 1863 nach
Plauen und trat damals in das Bankgeschäft Schröder ein.
1867 wurde er Teilhaber in der Eisengießerei- u. Maschinenfabrik
(Dampf- und Mühleneinrichtungen) von F. Beyer, die sich ab diesem
Tag Fa. Beyer & Zetzsche nannte. 1901 übernahm sein Sohn
Heinrich Georg Zetzsche die Firma. Er starb am 09.02.1907.
(Textquelle: Brigitte Kunze)

Briefkopf Fa. „Beyer & Zetzsche“ 1873
(Bildquelle: Stadtarchiv Plauen, Bauakte Forststraße 36-38)



Briefkopf Fa. „Beyer & Zetzsche“ 1902
(Bildquelle: Stadtarchiv Plauen, Bauakte Forststraße 36-38)

Briefkopf Fa. Beyer & Zetsche“ 1907
(Bildquelle: Stadtarchiv Plauen, Bauakte Forststraße 36-38)

 

Die Fa. Beyer & Zetzsche hatte ihren Sitz in der Forststraße 36-38.
Auf dem Gelände fanden in den Jahren 1867-1907 mehrfache
Erweiterungen statt (sh. auch Lagepläne), was vermuten lässt, dass
es sich um eine gut funktionierende Firma handelte.

Lageplan 1870
(Bildquelle: Stadtarchiv Plauen)

Lageplan 1902
(Bildquelle: Stadtarchiv Plauen)

Wohn- und Geschäftshaus 1887 Forststraße 36
(Bildquelle: Stadtarchiv Plauen)


 

Firmenerweiterung 1887 Forststraße 38
(Bildquelle: Stadtarchiv Plauen)

 

Firmenerweiterung 1885 Forststraße 38
(Bildquelle: Stadtarchiv Plauen)

 

Angebot der Fa. Beyer & Zetzsche zur Lieferung einer Stahltreppe für das Rittergut Kauschwitz 1911
(Bildquelle: Stadtarchiv Plauen)

 

Angebot der Fa. Beyer & Zetzsche zur Lieferung einer Stahltreppe für das Rittergut Kauschwitz 1911
(Bildquelle: Stadtarchiv Plauen):

 

Der ebenfalls in der Grabstätte beigesetzte Eduard Leonhard Heubner (1809-1880) war Dessinateur (Musterzeichner für Spitze) und besaß ein Vordruckereigeschäft sowie eine Garn- und Tapisseriewarenhandlung (Tapisserie = Bildwirkerei).
Er erfand 1842 ein Kopiergerät für Stickmustervorlagen. Eduard Leonhard Heubner war Mitglied im Stadtrat von Plauen. Er wohnte am Unteren Steinweg 2. Seine Tochter Emma Heubner heiratete 1867 Oscar Zetzsche. Als er 1880 mit 70 Jahren starb, war er Stadtältester von Plauen.

Wohnhaus E. L. Heubner Unterer Steinweg 2
(Bildquelle: Stadtarchiv Plauen)