Grabstätte Fam. Georg Müller (Nr. 20)


(Foto: Brigitte Kunze)



Kreuz als oberer Grababschluss mit gerundeten Kreuzenden und floralen Motiven
(Foto: Brigitte Kunze)


Kurzbeschreibung des Grabmals:


Aufwändig aus einem Block gearbeiteter Grabstein aus Gabbro mit eingelassener Schrift (Handarbeit),
Kreuz als oberer Abschluss, gerundete Kreuzenden mit floralen Motiven (Schlafmohn, sandgestrahlt), in der Mitte könnte sich ein Medaillon befunden haben
Werk der bildenden Kunst und des Kunsthandwerkes

Personengeschichtliche Bedeutung:


Das Grabmal wurde für die am 20.05.1917 jung verstorbene Tochter Elsa Martha Maria der Familie Georg Müller angelegt. Georg Müller (08.04.1858 – 23.06.1941) besaß vor dem 1. Weltkrieg eine Molkerei in Plauen, Schulze-Delitzsch-Straße 21.
(Textquelle: Brigitte Kunze)

Wohn- und Geschäftshaus des „Butterhändlers Georg Müller“: Schulze-Delitzsch-Str. 21, 1887 erbaut, seit 1896 in Besitz von Georg Müller
(Bildquelle: Stadtarchiv Plauen)


Grabkreuze:


„Alle Religionen kennen Rituale der Trauer sowie bestimmte Orte und konkrete Zeichen des Totengedenkens. In Europa sind Friedhofskreuze seit dem 9. Jahr-hundert nachgewiesen (St. Gallen). Auf den einzelnen Gräbern wurden Grabkreuze als religiöse Zeichen jedoch erst seit etwa 1500 aufgerichtet. Das beim christlichen Begräbnis aufgerichtete Kreuz verdeutlicht in besonderer Weise den Grund der christlichen Hoffnung für die Lebenden und Verstorbenen. Als Lebensbaum der Christen ist es Sinnbild für die Hoffnung auf Auferstehung…“
(Textquelle: „Kreuz und Kruzifix“, Dombergmuseum Freising)



Illustration Schlafmohn (Papaver somniferum)
(Bildquelle: Wikipedia)
Friedhofssymbolik - Schlafmohn:
Schlafmohn, auch Klatschmohn genannt, wurde in der Friedhofsymbolik häufig verwendet. Die Mohnkapsel (im Grabmal Müller oben zu sehen) steht in der griechischen Mythologie als Symbol für Morpheus, den Gott des Traumes, für Nyx, die Göttin der Nacht, und für Thanatos, den Gott des Todes.
(Textquelle: Wikipedia)