Grabstätte von Otto Schurig

 

Kurzbeschreibung des Grabmals:

 

Die Ruhestätte der Familie Otto Schurig ziert eine Trauernde mit Lyra. Die Bronzefigur, eine Fertigung der WMF Geislingen, entwarf der Bildhauer Richard Schipke. Die fachgerechte Ausführung der Grabstätte übernahm Steinmetzmeister Hermann Schmeißer.

 

Das Grab wurde als Denkmal erfasst und als Werk der bildenden Kunst und des Kunsthandwerks eingestuft.

 

Personengeschichtliche Bedeutung:

 

Otto Schurig, geboren am 29. Januar 1874, war Inhaber der gleichnamigen Spitzenfabrik, zuletzt in der Karlstraße 35 in Plauen. Aus kleinen Anfängen heraus hatte sich das 1899 von ihm gegründete Geschäft, dem eine Zweigabteilung in Zeulenroda angegliedert war, zu großer Bedeutung entwickelt. Viele seiner Waren lieferte er ins Ausland, insbesondere nach England.

 

Seine Leidenschaft galt dem Chorgesang. 1902 schloss er sich dem „Plauener Männerchor“ an und übernahm dort Aufgaben im Vorstand und ab März 1914 auch die Leitung des Vereins, die er nach der Rückkehr aus dem ersten Weltkrieg fortführte. Noch am Abend des 16. Juli 1920 nahm er an der Singstunde teil. Schon am nächsten Tag durcheilte die traurige Nachricht die Stadt, dass der geliebte Sangesbruder am 17. Juli 1920 morgens um 6 Uhr an den Folgen eines Gehirnschlages starb.   

 

Seine Sangesbrüder würdigten sein Leben und setzten ihm mit dieser Grabfigur ein bleibendes Denkmal.

 

Quellen: VAT Nr. 165 v. 18.07.1920

Gedenkrede des Plauener Männerchor-Vereins.