Grabstätte Familie Emil Trömel

 

Kurzbeschreibung des Grabmals:

Grabstätte Trömel

Bildquelle: Brigitte Kunze

Aufwendiges Wandgrabmal: dunkles skandinavisches Gestein, Schwarz-Schwedisch.

Bereits 1998 wurde die Grabstätte als Denkmal erfasst.

Personengeschichtliche Bedeutung

Das jung vermählte Paar Emil und Minna Trömel, geb. Laux eröffneten am 5.2.1880 in der Syrastraße 2 eine Konditorei. Im Juli 1883 erwarb Emil die frühere Bung sche Konditorei.

Minna und Emil Trömel

Bildquelle: Festschrift zur 40-Jahrfeier

Am 01.09.1883 erfolgte die Geschäftseröffnung am Postplatz 9. Bereits 1892 wurde die Konditorei durch den Anbau der Terrasse, eines Billardcafés und eines Gesellschaftszimmers erweitert. 1903 erfolgte der Spatenstich für einen Neubau. 1910 genügte dieses Haus nicht mehr den Ansprüchen und es entstand ein neues schönes, der Neuzeit entsprechendes Gebäude.

 Nach dem ersten Weltkrieg wurden die Kinder Rudolf, Otto und die Tochter Cläre als Geschäftsführer eingesetzt.

Nach dem 50-jährigen Geschäftsjubiläum am 05.02.1930 erfolgte ein weiterer Umbau. Es entstand der neue Musiksaal, der „Jubiläumssaal“. Emil Trömel konnte dieses Ereignis leider nicht mehr erleben. Er starb am 26.7.1930.


 

Innenansichten Café Trömel mit Sälen, Garten und Arbeitsräumen

Bildquelle: Festschrift zur 40-Jahrfeier

Während des zweiten Weltkrieges starb am 14. April 1944 Rudolf Trömel.

Der einzige männliche Erbe aus der Ehe von Otto, Hans Trömel, fiel am 30. Juni 1944 in Rußland.

Im April 1945, vier Wochen vor Kriegsende, wurde durch Bombenangriffe auch das Kaffeehaus Trömel zerstört. Am 22. Mai 1946, nach unendlich viel Mühe und Sorgen konnte das neue Lokal mit 80-100 Sitzplätzen eröffnen werden. Unter Aufbietung aller Kräfte wurde das Geschäft weiter betrieben. Am 5. Februar 1950 feierte man das 70. Geschäftsjubiläum.

Der gesundheitlich stark geschwächte Otto Trömel verkaufte das gesamte Grundstück an die HO. Am 31. August 1950 endete die wechselhafte Geschichte des Hauses Trömel.

Am 10.12.1954 verstarb Otto Trömel.

Quelle: Auszug aus dem Heft von Jürgen Preuß und Albrecht Lenk

            „Konditorei und Kaffeehaus Trömel Plauen im Vogtland“